Das Relokea-Glossar
Die Begriffe, die in all deinen Schritten auftauchen, in drei Sätzen erklärt und mit dem vertiefenden Ratgeber verknüpft. Aktualisiert, sobald sich die Regeln ändern.
Bewilligung G
Schweizer Grenzgängerbewilligung: Du arbeitest in der Schweiz, wohnst in der EU/EFTA und kehrst mindestens einmal pro Woche nach Hause zurück. Gültigkeit 5 Jahre bei einem unbefristeten Vertrag. → Ratgeber Bewilligung G
Bewilligung B / L (Kontingent)
Aufenthaltsbewilligung, um sich in der Schweiz niederzulassen (B ≥ 12 Monate; L für Kurzaufenthalte < 12 Monate). EU/EFTA-Bürger: ohne Kontingent. Angehörige ausserhalb EU/EFTA: den jährlichen Bundeskontingenten unterworfen (Vorrang für CH/EU/EFTA-Bewerber, Arbeitgeber-Sponsor). → Eignung testen
GER (Sprachniveaus A1-C2)
Der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen: die Skala von A1 (Anfänger) bis C2 (Meisterschaft), die das vage „gelesen, geschrieben, gesprochen" ersetzt. In einem Schweizer Lebenslauf trägt jede Sprache ihr echtes Niveau (z. B. „Deutsch: B2") — B1 ist die häufig verlangte Schwelle, insbesondere für die SRK-Anerkennung der Gesundheitsberufe. Bewerte nicht zu hoch: Das Niveau wird im Gespräch geprüft. → Der Schweizer Lebenslauf
SRK (Diplomanerkennung)
Das Schweizerische Rote Kreuz ist die Stelle, die ausländische Diplome der nicht-universitären Gesundheitsberufe (Pflegefachperson, FaGe…) anerkennt. Das Verfahren beginnt mit einem kostenlosen und obligatorischen Online-PreCheck; rechne mit 550 bis 1 000 CHF je nach Profil und bis zu 4 Monaten für einen ersten Entscheid. → In der Schweiz arbeiten nach Beruf
FaGe (ASSC)
Fachfrau/-mann Gesundheit — der Schweizer Titel, der dem französischen aide-soignant (DEAS) am nächsten kommt, aber aus einer 3-jährigen Ausbildung stammt. Die Anerkennung läuft über das SRK, oft mit Ausgleichsmassnahmen, und verlangt Niveau B1 in einer Landessprache. → In der Schweiz arbeiten nach Beruf
GAV
Gesamtarbeitsvertrag: die Vereinbarung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften einer Branche. Wird er allgemeinverbindlich erklärt, gelten seine Mindestlöhne für alle Arbeitgeber der Branche — konsultiere ihn, bevor du deinen Lohn verhandelst. → In der Schweiz arbeiten nach Beruf
KVG
Die obligatorische Schweizer Krankenversicherung: FIXE Prämie pro Versicherten (Durchschnitt 2026: 465,30 CHF/Monat pro Erwachsenen), variabel nach Kanton, Kasse und Franchise. Für Ansässige innert 3 Monaten obligatorisch. → KVG oder CMU
CMU (Grenzgänger)
Die französische Option des Grenzgängers: Beitrag von 8 % des steuerlichen Referenzeinkommens (nach einem Abzug von 25 % des PASS), Angehörige inbegriffen. Nahezu unwiderrufliche Wahl, innert 3 Monaten. → KVG oder CMU
Optionsrecht
Die KVG/CMU-Wahl des Grenzgängers Frankreich (oder das Äquivalent je nach Land), innert 3 Monaten nach Tätigkeitsbeginn auszuüben — grundsätzlich endgültig, solange der Status besteht.
Abkommen von 1983
Französisch-schweizerisches Steuerabkommen: In 8 Kantonen (VD, VS, NE, JU, BE, BS, BL, SO) erhält der in Frankreich wohnhafte Grenzgänger seinen BRUTTO-Lohn und zahlt seine Steuer in Frankreich, gegen Ansässigkeitsbescheinigung. → Steuern des Grenzgängers
Quellensteuer
Erhebung der Steuer direkt auf der Schweizer Lohnabrechnung. Betrifft insbesondere den Grenzgänger in Genf (Abkommen von 1973) und ausländische Ansässige ohne Bewilligung C.
Grenzgänger
Das Regime des in Deutschland wohnhaften Grenzgängers: Schweizer Abzug von 4,5 % des Bruttolohns, angerechnet auf die deutsche Steuer; Status bis zu 60 Nichtrückkehrtagen pro Jahr erhalten. → Steuern des Grenzgängers
AHV/IV/EO
Die 1. Säule der Schweiz (Alter, Invalidität, Erwerbsersatz): 10,6 % des Bruttolohns insgesamt, davon 5,3 % zulasten des Arbeitnehmers — unabhängig von deinem Wohnsitz erhoben.
BVG (2. Säule)
Die berufliche Vorsorge: Beitrag Arbeitnehmer + Arbeitgeber auf dem koordinierten Lohn, mit dem Alter steigender Satz. Es ist ein Sparguthaben, das dir gehört (Freizügigkeitsleistung bei Austritt).
3. Säule
Die freiwillige private Altersvorsorge (3a gebunden, steuerlich abzugsfähig für Ansässige und Quasi-Ansässige; 3b frei). Einer der wenigen Steueroptimierungshebel des Arbeitnehmers.
Quasi-Ansässiger
Genfer Status: Der Grenzgänger, dessen ≥ 90 % der Haushaltseinkünfte in der Schweiz steuerbar sind, kann die nachträgliche ordentliche Veranlagung (NOV) beantragen und seine tatsächlichen Kosten abziehen — oft vorteilhaft, jedes Jahr zu berechnen.
Betreibungsauszug
Dokument des Betreibungsamts, das das Fehlen (oder Vorhandensein) von Schulden in Betreibung bescheinigt. DAS Kernstück des Schweizer Mietdossiers — nicht älter als 3 Monate. → Mietdossier
Mietkaution
Schweizer Mietkaution, in der Regel 2-3 Monatsmieten: blockiertes Bankdepot oder Kautionsversicherung ohne Depot (Jahresprämie). Nach der Wohnungsabnahme zurückerstattet. → Mietdossier
Haftpflichtversicherung
Private Haftpflicht: deckt Schäden an Dritten (einschliesslich Mietschäden). Gesetzlich nicht obligatorisch, aber von den Verwaltungen faktisch verlangt.
A1-Bescheinigung
Sozialversicherungsbescheinigung, die das System bescheinigt, dem du in grenzüberschreitender Situation (Homeoffice, Entsendung) angeschlossen bist — der Schlüssel zur Schwelle von 49,9 % Homeoffice. → Die 3 Homeoffice-Schwellen
Ein Begriff betrifft dich direkt? Rimu, dein Relokea-Coach, wendet diese Regeln auf DEIN Dossier an.